Verein Bildung und Begegnung Palästina wirbt um Patenschaften für Kinder

Artikel aus der WieWo von Günter Schroth


(chs). Nur noch wenige Tage bis Weihnachten, Familien bereiten sich vor, es wird für die Feiertage eingekauft, die Geschenke sind verpackt, vielleicht steht schon der Weihnachtsbaum in der guten Stube. Doch nicht alle Familien können sich auf dieses Fest freuen, vor allem wenn sie in Palästina wohnen, wie Günter Schroth, Vorsitzender des Vereins Bildung und Begegnung Palästina im Gespräch betont. Seit vielen Jahren unterstützt der Verein die beiden Schulen Beit Sahour und Talitha Kumi, die in der seit 50 Jahren von Israel besetzten Westbank liegen. Beides sind Bildungseinrichtungen, in denen Kinder vom Kindergartenalter bis zum Abitur unterrichtet werden, zum Teil auch in Deutsch. Nach bestandenem Abitur haben die Absolvent*innen dann auch die Möglichkeit im Ausland zu studieren. Die Schulkosten für die Kinder  betragen rund 1.500 Euro, die durch Patenschaften, Elternbeiträge und den Schulträger finanziert werden.

„Momentan ist die Situation sehr bedrückend, aufgrund der Pandemie wurden  viele Eltern arbeitslos, staatliche Unterstützung ist nicht zu erwarten, so dass die Schulkosten bisweilen gestundet werden“, so Schroth. Bislang konnten Schroth und sein Verein BBP für insgesamt 41 Kinder und Jugendliche Patenschaften vermitteln. „Gerade jetzt würden wir uns freuen, wenn wir weitere Familien, Gruppen oder auch Einzelpersonen motivieren könnten, die Patenschaft für ein Mädchen oder einen Jungen zu übernehmen. Die Kosten belaufen sich auf 360 Euro im Jahr, die den Schulbesuch in den genannten Schulen garantieren.

Adelheid Pintsch übernimmt schon seit Jahren eine Patenschaft und beschreibt diese Motivation so „Diese Kinder leiden ganz besonders unter der sich permanent verschlechternden Situation für Palästinenser. Eine gute Schulbildung gehört mit zum Besten, was wir diesen Kindern mit auf den Weg geben können. Mein erstes Patenkind - ein Mädchen - schloss die Schule in Beit Sahour mit dem Abitur ab und begann ein Studium. Ein Grund zu großer Freude! Für alle Schulkinder ist der Schulalltag, in der katastrophalen Situation in der sie leben, ganz sicher ein Lichtblick“. Und Ursula Berti schreibt „Bildung ist für palästinensischen Kinder besonders wichtig.  Da ich an der politischen  Situation nichts ändern kann, unterstütze ich Schulkinder, die mit dieser Hilfe eine gute Schule besuchen können. Besondern gefällt mir, dass in den Schulen, die von Christen unterhalten werden, Kinder aller Konfessionen aufgenommen werden“.

„Gute Schulbildung ist für mich einer der wichtigsten Pfeiler für Friedensarbeit. Deshalb habe ich schon vor Jahren angefangen, eine Patenschaft für ein palästinensisches Kind zu übernehmen, um ihm den Schulbesuch zu ermöglichen. Bei unserer Studienfahrt nach Palästina wurde ich in die Familie meines damaligen Patenkindes eingeladen. Wir konnten uns von der guten Arbeit der Evangelisch-Lutherischen Schulen in Beit Sahour und Beit Jala selbst überzeugen. Einen Besuch des Schulchores aus Beit Sahour an meiner eigenen Schule in Sinsheim und die vielen Begegnungen zwischen den deutschen Kindern und ihren palästinensischen Gästen haben wir alle noch in lebhafter Erinnerung“, so Gudrun König.


Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, auch eine Patenschaft zu übernehmen, können Sie sich mit Günter Schroth in Verbindung setzen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).